Alles ist zur Zeit so gegensätzlich in meinem Kopf. Die Gedanken werden lauter. Schreien sich gegenseitig an. Jeder sagt etwas anderes. Ich stehe mittendrin und halte mir dir Ohren zu, weil ich nicht mehr weiß was Richtig und was Falsch ist. Ich will Gesund werden, aber es fühlt sich so falsch an, weil es so unbekannt ist. Ich weiß nicht wie es ist, wenn man sich akzeptiert oder nicht ständig darüber nachdenkt, dass man eine Enttäuschung ist. Ich kann mich nicht daran erinnern, so jemals gefühlt zu haben, nicht vor 5, nicht vor 10 und auch nicht vor 15 Jahren. Aber umso öfter ich es mir "vorheuchle", dass es normal ist, desto mehr glaube ich es. Desto mehr glaube ich, dass ich nicht an allem Schuld habe, dass ich nicht perfekt sein muss, dass ich gut bin so wie ich bin. Trotzdem fühlt es sich noch fremd an und ist jetzt wirklich gerade übertrieben dargestellt worden. Ich nehme von dem gerade Gesagten vielleicht 10% an. Ich wünsche mir wirklich einfach unbeschwert leben zu können. Essen ohne darüber nachzudenken und ohne den Drang weiterzuessen. Mein Aussehen so wahrzunehmen wie es in Wirklichkeit ist. Mich so zu akzeptieren wie ich bin und wenn ich etwas ändern will, dann nur weil ICH es will. Sport zu machen, um Spaß zu haben, nicht um mich nicht mehr so schuldig für das Gegessene zu fühlen und um Kalorien zu sparen. Eine Beziehung führen ohne diese ständigen Verlustängste, weil ich nicht von mir überzeugt bin und mir nicht vorstellen kann, dass man mich wirklich liebt. Ohne die Angst, davor verlassen/betrogen oder hereingelegt zu werden. ICH WILL LEBEN! Für MICH, für m
Ich habe es mittlerweile 84 Tage ohne Selbstverletzung geschafft und mit dem Essen läuft es auch eingermaßen gut. Zumindest wenn man die Fressanfälle und das Erbrechen betrachtet. Das kommt wirklich nicht mehr in einer so hohen Frequenz vor wie es mal war. Aber mein Gewicht ist gestiegen und es ist unerträglich. Ich kämpfe wirklich tagtäglich damit, nicht wegzudriften, weil ich mich nicht ertrage. Meine Körper, das ganze Fett, meinen Bauch, die Arme und Beine. Einfach jedes verdammte Stück an mir. Ich weiß nicht, ob es am Essen liegt, es kann auch an den Medikamenten liegen (Valproinsäure), ich bin gerade dabei sie immer weiter abzusetzten, weil ich so nicht leben kann. Das erschwert meinen Kampf gegen die Krankheit nur noch mehr.
Ich melde mich bald wieder. Gerade streikt mein Hirn und will nicht weiter darüber nachdenken.
Ich kämpfe zur Zeit sehr oft damit, nicht einfach wegzurennen vor manchen Situationen.
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